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Christliche Gemeinde Aufham |
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Gott ließ mich nicht gehenIch bin in einem evangelischen liberalen Elternhaus in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen. Jeden Abend wurden wir, meine Schwester und ich, angehalten zu beten. Ostern und Weihnachten sind wir in die Kirche zum Gottesdienst gegangen. In der Schule und beim Konfirmationsunterricht fehlte es am nötigen Ernst. Meine Konfirmation habe ich im Glauben, den Heiligen Geist und Sündenvergebung zu bekommen, begangen. Da ich keine Gesprächspartner hatte und auch keine gesucht habe, beschloss ich, mich mit der Bibel zu beschäftigen. Es tauchten viele Fragen und Satzformulierungen in der Bibel auf, die ich nicht verstanden habe. Ich hatte und wusste auch niemanden, mit dem ich über diese Fragen ernsthaft hätte reden können. Mit der Zeit las ich immer weniger in der Bibel und gab es ganz auf, obwohl ich jeden Abend gebetet habe. Dann kam eine Zeit der Vergnügungen wie: Tanz, DisKotheken, Mädchen, verheiratete Frauen, Trunksucht, eben ein ausschweifendes Leben. Zwar habe ich noch jeden Abend gebetet und manchmal auch meine Sünden bekannt, aber richtig geglaubt, dass sie mir vergeben werden, habe ich nicht, nur gehofft. Ich wusste, dass ich ein falsches Leben führte, hatte aber nicht den Mut und war zu bequem, den Weg mit Jesus Christus zu gehen. Dann, Ende 1981, zog ich nach Bad Reichenhall und im nächsten Jahr lernte ich am Büchertisch in der Fussgängerzone Alex kennen. Da ich immer noch Interesse am Wort Gottes hatte, unterhielten wir uns. Durch höhere Umstände trafen wir uns unregelmäßig immer wieder. Wir wurden sogar Arbeitskollegen. Er besuchte mich des öfteren und zeigte mir auf, was ich für ein falsches Leben führte, und fragte mich, ob ich es nicht ändern wolle. Wir lasen zusammen in der Bibel und machten einen Grundkurs. Ich ging dann unregelmäßig zur Bibelstunde, dann regelmäßig. Noch immer scheute ich den letzten Schritt, mich ganz dem Herrn hinzugeben. Im Januar 1994 hatte ich dann eine schlimme Nacht. Ich lag im Bett und konnte mich nicht mehr rühren. Die Ärzte standen vor einem Rätsel und konnten nichts finden. Einen Monat später bekam ich solche Gewissensbisse wie ich sie in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt habe. Aber ich war noch immer nicht soweit und habe alles unterdrückt. Im März beim Lesen der Bibel wurden die Gewissensbisse auf einen Schlag so stark, dass ich mich spontan niederkniete und meine Sünden Jesus Christus gebeichtet habe und Jesus Christus als meinen Herrn anerkannt habe. Ab jetzt las ich regelmäßig morgens und abends in der Bibel. Eines Tages beim Bibellesen, von einer Sekunde auf die andere, wusste ich, dass alles wahr ist, was in der Heiligen Schrift geschrieben steht. Am ersten Sonntag im September habe ich mich in Kuchl, Österreich, taufen lassen. Mein altes Leben war mit Fingerzeigen Gottes geprägt, die ich endlich angenommen habe. Mein neues Leben wird von Jesus Christus geleitet, den ich als meinen Herrn anerkannt habe. Jetzt lese ich täglich in der Bibel, besuche Bibelstunden und gehe sonntags in die Versammlung. J. |